three-dimensional
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SZENOGRAFIE

BURN OUT CITY

In GLOBE OPERA 1: BURN OUT CITY geht es am Beispiel der zu Krakau gehörenden Arbeiterstadt Nowa Huta und der Geschichte und Gegenwart des Ruhrgebiets um die Frage, welche Geschichten des Widerstands sich heute (noch) in den erschöpften Industrie-Stadtlandschaften Europas erzählen bzw. welche Gesänge sich darin anstimmen lassen: Burn Out Songs? Oder Gesänge eines “Industriestadtfuturismus”? Welchen (Neu-)Aufbruch können sie intonieren in Regionen, denen der Niedergang nachgesagt wird? In der polnischen Geschichte spielt der Mythos vom Widerstand und der Revolte gegen eine trostlos scheinende, von äußeren Mächten besetzte Wirklichkeit bis heute eine große Rolle und hat sich nicht zuletzt in zahllosen Arbeiter-, Revolutions- und Widerstandsliedern seit der Romantik niedergeschlagen. Auch Nowa Huta, die Arbeiter-Planstadt, die Stalin zu Füßen der alten Kulturmetropole Krakau errichten ließ, besitzt eine reiche Geschichte von Auf- und Widerständen. Allerdings erscheint der Mythos des heroischen Widerstands in seiner traditionellen Form zunehmend als reaktionäre Angelegenheit der Alten, während die jungen Generationen in Polen nach zeitgemäßeren Bildern und Identifikationsfiguren suchen.

Inszenierung, Text, Musikalische Leitung: kainkollektiv (Fabian Lettow, Mirjam Schmuck) Video-Regie: Nils Voges Bühne: Karolina Mazur, Michael Wolke Kostüm: Karolina Mazur Dramaturgie: Tomasz Jękot, Patrycja Kowańska Produktionsleitung: Kirsten Möller, Martina GimplingerKameramann: Jacob Voges Regieassistenz: Agnieszka Wiecha
Mit: Łukasz Stawarczyk, Dominika Knapik, Florian Lauss, Ina Sladic, Przemek Sokół

Foto: Tomasz Wiech