three-dimensional
concepts
FURNITURE

COK

Cok ist eine Hommage an Verzierungen und Schnörkel, an Glanz und Überfluss. Die Leuchtenserie besteht aus vielen Einzelteilen, die üblicherweise für die Montage und Verzierung von Leuchten verwendet werden. Sie zelebriert damit die überwältigende Vielfalt an Materialien, die man bei den unzähligen Händlern im Lampenviertel Shishane findet. Zusammen bilden die drei Varianten ein kurioses Aufeinandertreffen unterschiedlicher Formen und Variationsmöglichkeiten.

COK is an homage to ornament and embellishment, shine and abundance. The series of luminaries is made up of many individual parts that are often used for decorating lamp shades. The collection celebrates the stunning diversity of materials that can be found at many artisans’ workshops in the luminaire district Sishane. These three versions form a strange clash of various shapes and variation possibilities.

ISTANBUL DAN
Fasziniert von der Stadt und ihren Handwerkervierteln, reisen die Designer von ISTANBUL‘DAN gemeinsam in die Metropole am Bosporus. In enger Zusammenarbeit mit den Handwerkern in Sishane und Galata, zwei historischen Handwerkervierteln Istanbuls, entstehen Produkte, welche die Möglichkeiten der dortigen Produktionsstrukturen ausloten, die Themen der Stadt aufgreifen und ihre Geschichten erzählen. Mit einfachen Maschinen wird auf kleinstem Raum hantiert und nicht Vorhandenes improvisiert. Durch die starke Vernetzung untereinander wird fast alles möglich gemacht. Über sprachliche und kulturelle Barrieren hinweg wird mit Händen und Füßen kommuniziert, mit einfachen Zeichnungen werden Ideen konkretisiert und letztendlich in enger Zusammenarbeit realisiert. Die entstandenen Arbeiten sind damit mehr als reine Designobjekte. Sie fungieren als Botschafter zwischen den Kulturen und sind eine Hommage an Istanbul, seine Menschen und das lokale Handwerk. Bei der Zusammenarbeit mit diesen Werkstätten profitiert das Projekt vom Erfahrungsschatz von Designerin und Aktivistin Aslı Kıyak İngin, Gründerin der Initiative „Made in Şişhane“ und dem Gemeinschaftsstudio „Artin‘s school“. Beide stellen vor Ort wichtige Kontakte her und stehen den Designern übersetzend und vernetzend zur Seite. Gemeinsam versuchen Istanbul‘dan und seine Partnerinitiativen auf das Potential des Netzwerks von Handwerkern aufmerksam zu machen und neue, gestalterische Perspektiven für diese zu schaffen. Denn trotz ihres Potentials stehen diese langfristig vor dem Aus: billige Importwaren aus Asien diktieren die Preise und die Modernisierung der Stadtteile sieht eine Umsiedlung der Produktionsbetriebe vor. Zusätzlich fehlen Nachfolger: für die junge Generation verliert das traditionelle Handwerk mehr und mehr an Attraktivität und so kann das Wissen und die Erfahrung nicht ausreichend weitergegeben werden.

www.istanbul-dan.de

Foto: Tamara Eda Temucin